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In der Recherchephase für das Projekt Virtuelle Mauer/ ReConstructing the Wall haben wir drei Schauplätze ausgewählt, zu denen wir bezüglich ihrer stadträumlichen Situation und der baulichen Entwicklung ausführlich in Archiven und Landes- bzw. Bundesbehörden geforscht haben. In allen drei Bereichen findet man sowohl dicht bewohnte innerstädtische Quartiere, die vom Mauerstreifen durchtrennt wurden, als auch Brachensituationen, die im Zuge des Mauerbaus z. B. durch nicht mehr zugängliche Uferbereiche oder nicht mehr genutzte Bahnhöfe entstanden sind. In der weiteren Bearbeitung werden wir uns nur noch mit einem Schauplatz beschäftigen:
Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße bis Engeldamm/Bethaniendamm
Bei dem gewählten Schauplatz bildet der Mauerstreifen zugleich die Bezirksgrenze zwischen Mitte und Kreuzberg und erstreckt sich vom ehemaligen Grenzübergang Heinrich-Heine-Straße über das Engelbecken bis zum Engeldamm/Bethaniendamm. Direkt neben dem Grenzübergang ist ein eng bebautes Wohngebiet, das durch die Grenzanlagen getrennt wurde. Daran anschließend öffnete sich der Mauerstreifen in einen weitläufigen Brachenraum - dem Engelbeckens, das bis 1948 ein Wasserbecken mit Parkanlage war - der durch zwei Grenztürme gut überschaubar war. Auf der Ostseite war die angrenzende Bebauung des Engelbeckens weitgehend durch Bomben zerstört worden, wogegen die Kreuzberger Seite noch eine geschlossene Altbaubebauung vorzuweisen hatte. Im weiteren Verlauf des Mauerstreifens entlang des Engeldamms früher Fritz-Heckert-Str. bzw. des Bethaniendamms bis zur Schillingbrücke, an dessen Stelle sich bis 1926 der Luisenstädtische Kanal befand, wurde ein weiteres Wohngebiet durch die Mauer getrennt.
Anhand von Zeitzeugeninterviews und Recherchen in Archiven konnten wir uns jetzt ein viel genaueres Bild von den Ereignissen in unserem Projektgebiet machen. Neben diversen Fluchtversuchen und gelungenen Fluchten, Kunstaktionen an der Mauer und Staatsbesuchen am Grenzübergang, haben wir aber auch von ganz alltäglichen Begebenheiten und Beeinträchtigungen durch die Mauer erfahren. Die Grenzübergangsstelle (GÜSt) Heinrich-Heine-Str. stellt noch mal eine ganz besondere Situation dar, für deren Erforschung wir einen Forschungsantrag bei der BStU gestellt haben.
[ Stadtplan Heinrich-Heine-Straße]
Die zwei andere Schauplätze,
die wir nicht weiter bearbeitet haben, waren Oderberger
Straße und Lohmühlen Brücke
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